Aktuelles und Termine

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Psychotherapieplätze:

Stellen Sie sich bitte auf einen langen Vorlauf für eine Therapie ein. Erst nach einem Vorgespräch gibt es eine Warteliste. Wenn ein Vorgespräch stattgefunden hat und Interesse an einer Therapie besteht, muss leider mit einer Wartezeit von ca. 6 Monaten gerechnet werden. Bitte wenden Sie sich daher z.B. über die Institutsambulanzen oder die KVB (s.u.) an KollegInnen, die Sie zeitnäher in Therapie nehmen können, oder suchen Sie mehrgleisig.

Bei langfristigem Interesse an einer Therapie prüfen Sie bitte auch zunächst, ob Sie grundsätzlich zwischen 8 00 und 17 00 (d.h. letzter Termin 16 00) regelmäßig Termine wahrnehmen können.

Zeitnähere Therapieplätze können sie erfragen unter www.kvb.de (Therapieplatzvermittlung, auch verfahrens-, zeit- oder ortsspezifisch). Oder – als Selbstzahler*in – sichten Sie die Therapeut*innenliste von hypnose-sueddeutschland.de oder fragen Sie mich nochmals nach Empfehlungen. Bei der MAP/dem CG Jung Institut, dem CIP oder der DAP können sie sich in der Ambulanz vorstellen und darüber die evtl. passende Therapeut*in finden (für Tiefenpsychologie und Psychoanalyse). Für Verhaltenstherapie z.B. beim CIP oder der DGVT.

In akuten Krisen können sie sich an den mobilen psychiatrischen Krisendienst München wenden, Tel. 089/7295960.

Die INSEL am Viktualienmarkt ist eine Krisenberatungsstelle, zu der sie ohne Voranmeldung gehen können.

Die ARCHE in der Viktoriastr. vergibt kurzfristige Termine in suizidalen Krisen für Betroffene und Angehörige.

Die CIP Helpline bei akuten Krisen und Ängsten 089/550667720.

Der Frauennotruf hat die Nr. 089/763737. Von 18 – 24 00 täglich Krisentelefon.

Die tel. Seelsorge (ev.) 0800/1110111.

Die tel. Seelsorge (rk) 0800/1110222.

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Neu: Übungsabende zu verschiedenen Themen der buddhistischen Psychologie mit Meditationspraxis (auch für Ungeübte) ab Herbst, Donnerstags (Termine und Anmeldungsinfos siehe ‚Achtsamkeit und Selbstmitgefühl“)

 

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Liebe Patient*innen, Kursteilnehmer*innen und Interessent*innen,

in diesen verunsichernden Zeiten würde ich gern ein paar Gedanken mit Ihnen teilen:

Angst, nicht wissen wie die Dinge weiter laufen werden, Kontrollverlust, Ohnmacht, Schmerz, vielleicht auch Isolation oder andere Reaktionen können gerade sehr viel Raum einnehmen. In Krisen wie der derzeitigen neigt unsere Psyche dazu, den Reflexen des sog. „Reptiliengehirns“ zu folgen. Das sind archaische Reaktionen, beschränkt auf Fight (Reizbarkeit, Provokation, Kampf um Ressourcen), Flight (Leugnung des Ganzen und unsrer Gefühle dazu, Dauerfernsehen, Suchtverhalten, Dinge tun die uns uns garantiert nicht mehr spüren lassen) oder Freeze (taub, dumpf werden, Erstarrung). Der inneren Gesundheit förderlich ist aber etwas ganz anderes: Statt all die Ängste zu leugnen, taub zu werden, in gut-böse-Spaltungen, in eine Opferhaltung zu gehen oder sich gegen die Realität, wie sie gerade in all ihren Facetten ist, einfach nur zu wehren, geht es gerade um echten Kontakt zu sich selbst – inmitten der eigenen verwundbaren Menschlichkeit.

Alles was in der Welt, um uns herum und v.a. in uns gerade passiert, ist eine echte Herausforderung. Dabei vom Strickmuster her nicht neu für uns als Menschenfamilie. Kümmern Sie sich um Ihr Mindset!

Nehmen Sie sich täglich noch mehr Zeit für gefühlten Kontakt – zu Anderen (u.U. online), aber allem voran zu sich selbst. Konkrete Möglichkeiten, Resilienz und psychische Gesundheit zu fördern, können zum Beispiel sein:

  • Sich immer wieder neu fragen, wie das aktuelle „innere Wetter“ im Umgang mit der pandemischen Krise und deren Folgen ist. „Wie fühle ich heute, wenn ich in Kontakt mit mir und meinem Körper gehe?“. Alles, was hier auftaucht, eine Weile fühlen – einfach als die momentane innere Wahrheit – und sich so sein lassen. Ein mächtiges Mittel.

    Aktuelle Angst- und Panikgefühle, ob sie sich nun schwerpunktmäßig um Todesangst, Verlustangst, Verarmungsangst, Impfangst, Angst vor Ungeimpften oder andere Themen drehen, beinhalten in der Regel auch eine epigenetische (auf unseren Genen sitzende traumatische Erfahrungen früherer Generationen) und eine persönliche (frühere eigene emotionale Entbehrungen und Schocks) Traumaladung. Es ist eine riesige Chance, zusammen mit unseren jetzigen schwierigen Gefühlen auch automatisch die von damals und damals-damals mit zu verdauen und zu integrieren. Das ist möglich, wenn wir präsent, bei uns, in einem akzeptierend-warmen Kontakt all unseren Erfahrungen gegenüber sind. Uns auf gute, freundliche Weise inmitten allem aushalten.

  • Medienfasten! Erlauben Sie nicht allen Schlagzeilen und online-Eilmeldungen ständig Stress in Ihr System zu bringen, schaffen Sie sich ein differenziertes Bild und dosieren Sie Ihren Konsum von stark angstmachenden Nachrichten und Talkshows.

  • Aus gegebenem Anlass das Verhältnis zur eigenen Sterblichkeit ins Visier nehmen: Verdrängen Sie, dass Sie eines Tages sterben werden und dieses vorübergehende Zuhause Ihres Körpers verlassen müssen? Oder darf der Gedanke daran zumindest ab und zu ins Bewusstsein kommen? Vielleicht kann zusammen damit der Widerstand, die Tendenz dies zu verleugnen, die Angst und der Schmerz im Zusammenhang mit unsrer Sterblichkeit wahrgenommen werden? „Der Virus“, wie auch andere existenzielle Bedrohungen, kann uns deutlich weniger in unseren Grundfesten erschüttern, wenn der Tod, der eines Tages kommen wird, zumindest in uns vorkommen darf.

  • Mitgefühl mit sich selbst und Anderen kultivieren. Sich selbst nicht abverlangen, alles nur souverän und funktional zu durchstehen. Sich mit allem, was sich in uns schwierig, ängstlich und überfordert anfühlt, wohlwollend und wie eine gute Freund*in oder Krisenbegleiter*in wahrnehmen. Und: Wenn wir Angst haben und uns innerlich verengen, vergessen wir meist komplett, dass Alle gerade irgendwie betroffen sind. Wir wollen UNS retten, UNSERE Liebsten retten. Mitgefühl ausweiten auf zunächst anonyme Andere und die Verbindung im gemeinsamen Menschsein (mitten im „schlammigen Schmutz von Samsara“, wie es im Buddhismus heißt) wahrnehmen, tut der Seele und der Gesellschaft gut und ist Psychohygiene!

  • Meditation: Wenn Sie eine Meditationspraxis haben: Man könnte sagen, jetzt ist der Ernstfall da, für den wir in ruhigeren Zeiten geübt haben. Das war nicht nur Selbstzweck – jetzt gilt es zu schwimmen! Wenn Sie keine Meditationserfahrung haben, könnten diese verunsichernden Zeiten motivieren, z.B. mit einer kurzen täglichen Achtsamkeitsmeditation zu beginnen. Dies hilft nachgewiesenermaßen, um uns in Bedrängnis weiter begegnen, aushalten und regulieren zu können. Und dann konstuktiv zu handeln. Anregungen hierzu unter „Tipps und Links“, oder Sie probieren eine Meditation auf dieser Seite aus unter „Achtsamkeit und Selbstmitgefühl“.

 

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